Heute Morgen beim Familienfrühstück, sind mein Papa und ich tief in ein Gespräch versunken. Vorweg: ich habe das Glück, dass meine Familie unendlich viel Begeisterung für das aufbringt, was ich hier mache und mich dahingehend auch besonders unterstützt.
Mein Papa, der offensichtlich von Natur aus mit unternehmerischem denken gesegnet ist, war sehr an meinen Plänen interessiert, wie ich denn meinen Blog 'weiterentwickeln' möchte, was denn so meine Ziele für die Zukunft seien. Ehrlich gesagt hatte ich mir nie wirklich konkrete Gedanken dazu gemacht. Es waren für mich immer nur Visionen, etwas, das vielleicht irgendwann mal, in ganz ferner Zukunft, greifbar sein wird.
Für viele ist das Bloggen eben nur ein Hobby, andere wiederrum können sich auch gut vorstellen, damit später ihr Geld zu verdienen. Ganz klar, das wäre auch ein Traum von mir. Allerdings sollte man auch ein Stück weit realistisch sein und die eigenen Chancen gut einschätzen können. Denn wie viele junge Mädels haben heute einen Blog, wie viele wollen damit nach ganz oben kommen und ihr Hobby als Beruf ausleben?
Ein großer Schritt für viele ist das Erstellen von Videos, die dann in den Blog integriert werden. Es gestaltet das ganze interessanter, lebendiger, aufregender. Man klickt sich nicht nur durch Texteinträge und Fotos, sondern wird von der 'anderen Seite' zugequatscht und unterhalten - für den Fall, dass man es richtig macht. Es richtig machen. Da sind wir an einem Punkt angelangt, bei dem ich mir nicht so sicher bin, ob Videos drehen etwas für mich wäre.
Bei manchen Bloggern, die diesen Versuch gewagt haben, dachte ich mir: "Um Gottes Willen, bitte bleibe beim schreiben!". Einfch aus dem Grund weil es so künstlich wirkte. Es wurde wild gestikuliert, "ähm", "äh", "öh" oder Ähnliches wird im Übermaß als Lückenfüller verwendet (sowas fand ich damals bei Referaten in der Schule schon ganz furchtbar!) und man wird das Gefühl nicht los, dass alles irgendwie gezwungen und aufgesetzt wirkt. Manche Mädels da draußen haben so einen tollen Schreibstil und plötzlich wird man zugelabert und hat nach zwei Minuten keine Lust mehr, weil das alles nur eines ist - und zwar anstrengend.
Andere hingegen, haben das Talent, Menschen für sich begeistern zu können. Sie wirken glaubhaft, aufgeweckt und man hat das Gefühl, dass Videos zu drehen für viele da draußen das Einfachste auf der Welt sei.
Natürlich kann man sowas immer leicht be- oder verurteilen, wenn man sich selbst noch nie vor eine Kamera gesetzt und die ganze Sache ausprobiert hat. Meine Freunde und Teile meiner Familie sind von dieser Idee hell auf begeistert, überschütten mich mit überzeugenden Argumenten. Ich könnte mich ja so gut 'verkaufen', ich bin in der Lage frei zu sprechen, ohne sich andauernd zu verhaspeln oder zu stottern.
Die Versuchung ist zwar groß, aber um ehrlich zu sein, wüsste ich auch nicht wirklich, was ich erzählen sollte. Nichts gegen die Fashionistas und Beautyfreaks da draußen, die immer ganz euphorisch ihre neuesten Errungenschaften in die Kamera halten, oder sich wie wild schminken, aber ich frage mich immer: wo zum Teufel ist der Sinn hinter der ganzen Sache? Ich glaube, ich käme mir absolut ablern vor, wenn ich ab sofort meine ergatterten Fetzen vorzeige, mit der Begründung "das fand ich toll, das habe ich mir gekauft", oder mit Produkten aus meinem Schminksortiment vor der Kamera sitze. Mal ganz davon abgesehen, dass ich nicht unbedingt experimentierfreudig bin und vermutlich mit wenigen Videos meine Schminkroutine oder Makeup Tipps schnell abgedeckt wären. Aber das soll auch nicht der zentrale Punkt des Posts sein.
Ich kann euch beruhigen (oder aber ich muss euch enttäuschen, je nachdem), denn für die nahe Zukunft ist kein Video geplant gewesen. Aber mich interessiert einfach mal eure Meinung zu dem Thema und falls ihr für ein Video seid, welche Art davon ihr am interessantesten fändet, oder euch bei mir am ehesten vorstellen könntet. Ich bin gespannt auf eure Kommentare, meine Lieben und wünsche euch noch einen schönen Abend!